Juni 2022 - Workshop zu 2S-Modulen @ ETP

Marius Neufeld / KIT
Gruppenfoto

Wie wird ein Teilchendetektor aus Silizium gebaut, der die extreme Strahlenbelastung am Large Hadron Collider (LHC) am CERN aushält und gleichzeitig schnelle Informationen für die Auswahl der Daten in Echtzeit liefert? Dies war die Leitfrage eines Workshops über “2S-Module”, der vom 13. bis 15. Juni 2022 am KIT stattfand. Dazu sind etwa 35 Teilnehmende von zwölf Mitgliedsinstituten der CMS-Kollaboration aus Europa, dem indischen Subkontinent und Nordamerika zusammengekommen. Neben einer Diskussion des aktuellen Projektstatus standen vor allem “Hands-on-Sessions” auf dem Programm: im gerade erweiterten Reinraum haben sich die Teilnehmenden die aufwändigen Bauprozeduren gegenseitig beigebracht. In den Worten von Dr. Stefan Maier, dem Organisator des Workshops: “Beim Bau von 2S-Modulen müssen sehr viele Details stimmen, nicht nur bei den Bauprozeduren, sondern auch bezüglich der organisatorischen und logistischen Aspekte des Projekts. Nach zwei Jahren Corona-Beschränkungen war es wirklich schön, dass alle Expert*innen nach Karlsruhe gekommen sind und wir unsere Ideen im persönlichen Gespräch austauschen konnten.”

Am LHC werden in den kommenden Jahren der Teilchenbeschleuniger und die Experimente aufwändig für eine Datennahme mit höherer Datenrate ab 2029 erneuert (Hochluminositätsphase, HL-LHC). Am CMS-Experiment wird dazu unter anderem der gesamte Silizium-Spurdetektor ausgetauscht. Der äußerste Teil des Detektors (vom Kollisionspunkt der Teilchenstrahlen aus gesehen) wird mit rund 7600 2S-Modulen bestückt, die zwischen 2023 und 2025 von einem internationalen Konsortium gebaut werden. Prof. Ulrich Heintz von der Brown University in den USA, Leiter des CMS-weiten Projekts zum Bau der 2S-Module, sagt dazu: “Für den neuen CMS-Spurdetektor ist ein präziser Aufbau der Siliziummodule mit wohldefinierten Prozeduren sehr wichtig. Dieser Workshop ist die perfekte Gelegenheit, alle beteiligten Institute an einen Tisch zu bringen, zu diskutieren und festzulegen, wie wir die jetzige Prototypphase abschließen, um dann gut vorbereitet in die Bauphase zu starten.”

2. Juni 2022 - Torben Ferber und Markus Klute dabei beim Neuberufenenempfang des Landes Baden-Württemberg

Torben Ferber / KIT
Neuberufenenempfang
 
Theresia Bauer, Wissenschaftsministerin des Landes Baden-Württemberg, begrüßte neue Professoren in der Liederhalle in Stuttgart. Torben Ferber und Markus Klute vom ETP gehörten zu den neuen Professoren, die von KIT-VP Wanner begleitet wurden. Ingolf Bauer von 3sat moderierte die Veranstaltung und stellte knallharte Fragen in der Gesprächsrunde.

27. Mai 2022 - Günterfest

Ulrich Husemann / KIT
Festkolloquium

Das ETP feierte den 60. (+1.) Geburtstag unseres Kollegen Prof. Günter Quast mit einem Festkolloquium. Grußworte vom Bereichsleiter Prof. Dr. Marc Weber, Dekan Prof. Dr. Jörg Schmalian und Prof. Dr. Thomas Müller sowie eine Ansprache von Prof. Dr. Christian Zeitnitz (Wuppertal) gaben der Veranstaltung einen festlichen Rahmen und erlaubten einen tiefen Einblick in die wissenschaftlichen und auch weniger wissenschaftlichen Beiträge unseres Kollegen. Prof. Dr. Ronny Nawrodt (Stuttgart) berichtete zur Physik der Detektion von Gravitationswellen bevor die Veranstaltung mit einem Empfang seinen Ausklang fand.

Mai 2022 – Humboldt-Professur: Internationaler Spitzenforscher Markus Klute ausgezeichnet

Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger und der Präsident der Humboldt-Stiftung Hans-Christian Pape verleihen Deutschlands höchstdotierten Forschungspreis
David Ausserhofer, Humboldt-Stiftung
Ausgezeichneter Humboldt-Professor: Der Mitentdecker des Higgs-Teilchens, Markus Klute (re.), mit dem Vizepräsidenten des KIT für Lehre und akademische Angelegenheiten, Alexander Wanner bei der Preisverleihung der Humboldt-Stiftung.

21 Spitzenforschende, darunter der vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) nach Deutschland geholte Teilchenphysiker Markus Klute, sind in Berlin mit Deutschlands höchstdotiertem internationalen Forschungspreis, der Alexander von Humboldt-Professur, ausgezeichnet worden. Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger und Hans-Christian Pape, Präsident der Humboldt-Stiftung, überreichten die mit bis zu fünf Millionen Euro dotierten Preise während einer Festveranstaltung.

Markus Klute vom Institut für Experimentelle Teilchenphysik (ETP) am KIT arbeitete zuvor am Massachusetts Institute of Technology (MIT) in den USA und hat mit seinem Team beim Experiment Compact Muon Solenoid (CMS) am CERN eine zentrale Rolle gespielt und wesentlich zur Entdeckung des Higgs-Teilchens beigetragen.

Klute beschäftigt sich mit der Teilchenphysik bei höchsten Energien, sowohl beim Design, beim Bau und bei der Inbetriebnahme von Teilchendetektoren als auch bei der Analyse der gesammelten Daten. Das KIT will mit ihm als Humboldt-Professor seine Forschung am Large Hadron Collider (LHC), dem derzeit weltweit leistungsstärksten Teilchenbeschleuniger am CERN, deutlich ausbauen. Ziel ist, künftig noch genauere Messungen und weitere bahnbrechende Entdeckungen zu ermöglichen. Markus Klute leitet das CMS-Projekt am ETP, eines der größten Universitätsinstitute, die an dem internationalen Experiment beteiligt sind.

15. Mai 2022 - ETP @ Karlsruher Grat

Maximilian Horzela
ETP Wandergruppe

Am Sonntag den 15. Mai hat sich eine kleine Gruppe von Studierenden, Promovierenden und Mitarbeitenden des ETP zu einer Wanderung über den Karlsruher Grat im Schwarzwald getroffen. Gegen 8:30 Uhr fuhr der Zug nach Öttenhöfen, von wo aus der Weg über die Edelfrauengrab-Wasserfälle zum Karlsruher Grat führte. Nachdem die schroffen Felsen in der prallen Sonne erklommen wurden, ging die Wanderung in einem großen Bogen durch den Schwarzwald zurück nach Ottenhöfen. Nach einer kleinen Erfrischung und Zugfahrt zurück nach Karlsruhe, haben wir den Abend im Wolfsbräu ausklingen lassen.

Die nächste Wanderung ist für Ende Juni geplant.

14. Mai 2022 - Das ETP beim Campustag

KIT / Torben Ferber
Belle II via VR-Brille

Am Samstag, dem 14. Mai 2022, fand zum ersten Mal am KIT ein „Campustag“ statt, bei dem Schüler*innen eingeladen waren, sich das KIT als Studienort anzusehen. Zusammen mit der Fakultät für Physik, der Fachschaft und anderen Instituten hat das ETP Lehre und Forschung am KIT vorgestellt. Prof. Husemann hat den Schüler*innen in einer Schnuppervorlesung realistische Einblicke ins erste Semester des Physikstudiums gegeben. Highlights zur Forschung am ETP waren u.a. VR-Brillen, mit denen Prof. Ferber und sein Team Schüler*innen ermöglicht hat, virtuell in Kollisionsereignisse des Belle II-Experiments am KEK in Japan einzutauchen, eine virtuelle Tour des CMS-Experiments am CERN und eine Posterserie im neuen ETP-Design. Zusammen mit Prof. Quast und einer Studienbotschafterin des KIT konnten Schüler*innen außerdem lernen, wie Myonen aus der kosmischen Strahlung mit einer Kaffeekanne eingefangen werden können.

2. Mai 2022 - ETP Fotoshooting

Markus Klute / KIT
Fotoshooting

Das ETP nutzte das KIT-Fotostudio auf dem Campus Nord, um unsere Wissenschaftskommunikation und Webseiten zu stärken. Michael Hoch hat die Fotos gemacht und wird ein Poster für das Institut erstellen.

April 2022 – ETP gewinnt Dr. Michael Hoch

Michael Hoch / CERN
Dr. Michael Hoch vor dem CMS Detektor

Das ETP konnte Michael Hoch gewinnen, um die Aktivitäten im Bereich der wissenschaftlichen Bildung und Öffentlichkeitsarbeit zu verstärken. Als ausgebildeter Teilchenphysiker ist er ein international anerkannter Wissenschaftskommunikator. Michael Hoch ist ein kreativer Innovator mit neuen Ideen und Konzepten zur Förderung von Teilchenphysik, Physik und Wissenschaft.

Seine Arbeit ist weithin anerkannt. So erhielt er den Preis der Europäischen Physikalischen Gesellschaft 2017 "für Initiativen, die die konzeptionelle und physikalische Schönheit der Hochenergiephysik und die inspirierenden Qualitäten hervorheben, die sowohl der Kunst als auch der Wissenschaft gemeinsam sind".

Zu seinen Leistungen gehören das art@CMS-Programm und die Gründung des ORIGIN-Netzwerks. Er ist Initiator und Kurator zahlreicher Ausstellungen. Die ORIGIN-CMS-Ausstellung in Seoul ist ein aktuelles Beispiel für seine Arbeit und wurde im CERN Bulletin vorgestellt.

April 2022 - ETP auf CERN Tour

Markus Klute / KIT
Gruppenfoto

Vom 7. bis 9. April besuchten interessierte Studierende, die an der Veranstaltung Teilchenphysik im Wintersemester teilnahmen, zusammen mit einigen Lehrer*innen und wissbegierigen Schüler*innen die europäische Organisation für Kernforschung (CERN) in der Nähe von Genf. Organisiert von Prof. Markus Klute und Prof. Günter Quast erhielten die Teilnehmer*innen während dieser drei Tage Führungen in ausgewählten Einrichtungen wie dem Computing Center oder dem Antiproton Decelerator. Den krönenden Abschluss bildete die Besichtigung eines der größten Experimente am CERN: Dem CMS-Detektor, an welchem in Verbindung mit dem ATLAS-Detektor im Jahr 2012 das Higgs-Boson nachgewiesen wurde. Mit dieser Exkursion erhielten die Studierenden, Lehrer*innen ebenso wie die Schüler*innen einen Einblick in eine der größten Forschungseinrichtungen zur Teilchenphysik in Europa.

Stipendium der Landesgraduiertenförderung für Isabel Haide

Isabel Haide (privat)

Die Teilchenphysikerin Isabel Haide hat eines der Promotionsstipendien der Landesgraduiertenförderung (LGF) Baden-Württemberg zur Förderung hochqualifizierten wissenschaftlichen Nachwuchses erhalten – wir gratulieren sehr herzlich zu diesem tollen Erfolg!

Isabel Haide wird im Rahmen ihrer Promotion am ETP in der Arbeitsgruppe von Prof. Torben Ferber arbeiten. Ihr Fokus werden die Echtzeitrekonstruktion von Teilchen mit Methoden der künstlichen Intelligenz im Belle II Experiment sowie die Suche nach dunklen Photonen sein.

Isabel Haide ist Doktorandin in KSETA, der Graduiertenschule des KIT-Zentrums KCETA.

26. Nov. 2021 – Prof. Torben Ferber bei der Nacht der Wissenschaft

Nacht der Wissenschaft

In der Nacht vom 26. November 2021 fand wieder die "Nacht der Wissenschaft" statt. Bis in die frühen Morgenstunden waren viele spannende Vorträge aus den verschiedensten Fachbereichen als Livestream verfügbar.

Auch ein KCETA-Wissenschaftler, Prof. Torben Ferber, war dabei:

"Das Unsichtbare sichtbar machen: wie man nach dunkler Materie sucht
Spannend und zugleich sehr mysteriös: Der Großteil unseres Universums besteht aus dunkler Materie – einer Form von Materie die sich bislang nur indirekt durch ihre Schwerkraft bemerkbar macht. Forscher weltweit suchen mit Hochdruck nach einem Nachweis im Labor: Tief unter der Erde, im Weltall, oder an den größten Teilchenbeschleunigern der Welt. Was wir über dunkle Materie wissen und was wir nicht wissen und wie man Unsichtbare Dinge sichtbar macht – und was hat das alles mit Spülmittel und Eichhörnchen zu tun?"

Oktober 2021 – Prof. Thomas Müller zum KIT Distinguished Senior Fellow ernannt

KIT
Prof. Dr. Thomas Müller

Wir gratulieren Prof. Dr. Thomas Müller (ETP) herzlich zur Verleihung des Status KIT Distinguished Senior Fellow zum 1.10.2021. Das Präsidium des KIT ist damit der Empfehlung des Council of Researchers and Promotion of Young Scientists (CRYS) und dem Vorschlag von Bereichsleiter Prof. Dr. Marc Weber gefolgt.

Mit dieser besonderen Auszeichnung ehrt das KIT herausragende Persönlichkeiten aus der Wissenschaft, um deren Erfahrung und Wissen auch nach deren Eintritt in den Ruhestand für Forschung, Innovation und den wissenschaftlichen Nachwuchs oder die Ausbildung von Studierenden zu erhalten.

Thomas Müller wird damit im KIT seine wissenschaftlichen Themen weiterverfolgen und seine Hochschullehre fortsetzen.

September 2021 – Ulrich Husemann erneut in den Vorstandsrat der DPG gewählt

KIT-ZAK Tanja Meißner
Prof. Dr. Ulrich Husemann

Herzlichen Glückwunsch an Prof. Ulrich Husemann (Institut für Experimentelle Teilchenphysik), der erneut in den Vorstandsrat der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) für den Bereich Hochschule gewählt wurde. Die DPG ist die größte physikalische Fachgesellschaft weltweit. Als Vertretung aller DPG-Mitglieder entscheidet der Vorstandsrat über gewichtige Änderungen und Neuerungen in der DPG.

Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG)